Stark im Netz

Über das Projekt

Hintergrund, didaktischer Ansatz und wie das Kartenset entstanden ist.

Medienkompetenz verstehen

Wie ein Handy funktioniert, lernen Kinder meist von selbst. Medienkompetenz heisst etwas anderes: ein Bewusstsein für das eigene Handeln im digitalen Raum - was ist vertrauenswürdig, wo ist Vorsicht geboten, welche Folgen hat mein Handeln für mich oder andere?

In der analogen Welt wissen Kinder oft genau, wie man sich verhält. Im Digitalen fehlt dieses Gespür häufig, dabei lassen sich viele Situationen direkt übertragen. Es wächst nur, wenn man sich mit den grundlegenden Fragen der Mediennutzung auseinandersetzt - genau den Fragen, auf denen dieses Kartenset aufbaut:

Auf der Suche nach einem passenden Format

Material zu Medienkompetenz gibt es reichlich - vieles greift aber nur einzelne Themen heraus, veraltet schnell oder ist stark spielerisch ausgelegt. Ich hatte eine andere Vorstellung: ein Format, das die Breite des Themas kompakt abdeckt, ohne sich in Details zu verlieren.

Mein erster Versuch waren Lernblätter im DIN-A4-Format - kamen in einer freiwilligen AG aber schlecht an. Den Anstoss gab dann eine Konferenz: Ein Referent verteilte ein Kartenset und wurde überrannt, während klassische Flyer kaum Beachtung fanden. Daraus entstand die Idee zu diesen Lernkarten.

Warum Lernkarten?

Die Karten erklären ein Thema nicht vollständig - der Platz reicht dafür ohnehin nicht. Die Inhalte sind bewusst so abstrahiert, dass sie über einzelne Apps oder Trends hinaus gültig bleiben. Sie liefern Denkanstösse statt fertiger Antworten: kein Lehrbuch, sondern ein Gesprächsanlass.

Zum Nachdenken

Jede Karte endet deshalb mit einer offenen "Zum Nachdenken"-Aufgabe, bewusst ohne Musterlösung - sie soll zum Austausch anregen.

Über den Autor

Portraet des Autors

Diplom-Informatiker, seit über 15 Jahren in der IT-Sicherheit tätig. Seit 2024 unterrichte ich Medienkompetenz an der Grundschule Markkleeberg-Großstädteln und leite dort eine Programmier-AG mit dem Calliope mini.